Wie groß ist die Gefahr, dass ein Asteroid auf der Erde einschlägt und dort großen Schaden anrichtet? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur Hollywood-Filmregisseure, sondern auch ernsthafte Astronomen. Ein spezielles Asteroiden-Observatorium namens "PanStarrs" (Panoramic Survey Telescope and Rapid Response System) wird derzeit am astronomischen Institut der Universität Hawaii aufgebaut.

Es soll innerhalb unseres Sonnensystems möglichst alle Himmelskörper ab einem Durchmesser von 300 Metern aufspüren und vermessen. Ein Asteroid dieser Größenordnung könnte beim Einschlag auf die Erde bereits eine Naturkatastrophe auslösen.

PanStarrs wird aus vier zusammengeschalteten Weitwinkel-Teleskopen bestehen, die gleichzeitig dieselbe Himmelsregion beobachten. Das ist wichtig, um Bildfehler und Unsicherheiten zu eliminieren. Asteroiden sind bewegte Objekte, die nicht selbst leuchten und deshalb sehr schwer zu finden sind. Erst wenn man sie in mehreren Teleskopen sieht, kann man sicher sein, dass sie wirklich da sind. Bei PanStarrs hat jedes Weitwinkelteleskop ein Bildfeld von 3 x 3 Grad (zum Vergleich: der Vollmond hat eine Ausdehnung von etwa einem halben Grad am Nachthimmel) und wird mit einer CCD-Kamera mit 1 Milliarde Pixeln betrieben.